Die Auswirkungen von Fast Content
Ich kann immer wieder nur staunen, wie schnell die Zeit vergeht, wenn ich mich dem TikTok-Algorithmus ausliefere. "Ups, wo sind die letzten 2 Stunden hin?"
Hätte ich in der Zeit mal Sport gemacht!
Wenn ich meine Bildschirmzeit gegen Sportzeit eintauschen würde, wäre ich vermutlich eine sehr durchtrainierte 48-Jährige!
Apropos Bildschirmzeit: Meine liegt aktuell bei 2 Stunden und 26 Minuten pro Tag.
Damit liege ich leicht unter dem Durchschnitt von 158 Minuten pro Tag in der Altersgruppe von 30–49 Jahren (Quelle: Digitalverband Bitkom).
Plus die Arbeitszeit am Laptop.
Kürzlich habe ich etwas gelesen, das mich sehr nachdenklich gestimmt hat.
Es geht um die Haltung, die wir am Handy einnehmen. Dass diese für körperliche Schmerzen sorgen kann, ist kein Geheimnis.
Aber dass sich die typische Handy-Haltung auch auf unsere Psyche auswirkt? Das hatte ich nicht auf dem Schirm!
Denn, einen gesenkten Kopf und die nach vorne fallenden Schultern deutet unser Gehirn als schlechte Stimmung. Damit können wir depressive Stimmungen verursachen oder verstärken.
Diese Haltung ist das Gegenteil einer selbstbewussten Körperhaltung, die sich durch folgende Merkmale auszeichnet:
✅ Eine aufrechte Wirbelsäule
✅ Kopf gerade, nicht gesenkt
✅ Brust leicht geöffnet, nicht eingesunken
✅ Hände sind locker
✅ Direkter Blickkontakt
So sind wir meilenweit von einer Siegerpose entfernt!
(Mehr) Kreieren statt Konsumieren
Wenn ich darüber nachdenke, was mir in den letzten zehn Jahren die schönsten Momente gebracht hat, dann war es, Dinge zu kreieren. Sei es beim Nähen, im Business, im Haus. Reisen zählt auch zu den Momenten. Und Bewegung.
Dennoch ist der totale Verzicht auf Medienkonsum für mich keine Lösung. Verzicht verlangt eine Disziplin, die ich nicht ausreichend habe. Und ich will ja auch nicht komplett uninformiert sein. Außerdem liebe ich es, spannende Netflix-Serien zu gucken.
Ich brauche also andere Strategien.
Ich mache mir das Konsumieren einfach schwerer, indem ich:
📱 Mein Handy außer Reichweite lege
📱 Es umgedreht hinlege, wenn ich es bei mir habe
📱 Es abends außerhalb des Schlafzimmers lasse
📱 Alle Benachrichtigungen außer WhatsApp ausschalte
Und, indem ich Kreiere.
Diesen Text zu schreiben ist zum Beispiel ein schöpferischer Akt. Er hilft mir, meine Gedanken zu klären. Und wenn du bis hierhin gelesen hast, nimmst du daran teil. Danke dafür!
Mein Ziel:
Ich möchte mehr Sinnvolles kreieren und weniger sinnlos konsumieren.
Es ist und bleibt ein Balanceakt. Aber ein Weg, der es wert ist zu gehen. Ich möchte nicht in 30 Jahren auf mein Leben zurückschauen und es bereuen, so sehr am Bildschirm geklebt zu haben.
Sinnvoller Medienkonsum bedeutet für mich...
...dass ich danach ein gewünschtes Ergebnis habe, wie zum Beispiel:
- Ich habe eine Idee bekommen und sie umgesetzt oder zumindest eingeplant.
- Ich habe mich bei etwas Unterhaltsamem entspannt.
- Ich habe mit meinen Kindern eine Sendung geschaut, über die wir uns währenddessen oder anschließend austauschen.
- Ich habe während der Netflix-Serie Dehnübungen gemacht.
Es klappt nicht jedes Mal so gut, wie es hier geschrieben steht, aber ich bin auf dem Weg.
Ich habe mir auch angewöhnt, Podcasts auszuschalten, sobald ich einen Impuls daraus erhalte. So kann ich mir meine eigenen Gedanken dazu machen, das Gehörte besser verdauen oder mir etwas notieren.
Als Kind habe ich gelernt, dass man das Angefangene immer zu Ende bringt. Das macht man so. Das begleitet mich noch immer, weil es in vielen Situationen sehr hilfreich ist, Dinge abzuschließen.
Aber dass jedes angefangene Buch auch zu Ende gelesen werden muss? Dem stimme ich nicht mehr zu. Warum sollte ich ein Buch weiterlesen, das mich langweilt? Und ich habe auch schon Bücher zur Seite gelegt, bei denen ich schon im Vorwort eine Erleuchtung hatte.
Ich möchte mit solchen kleinen und großen Impulsen möglichst schnell ins Machen kommen. Denn Momentum kommt nur von Bewegung.
Bei Svenja Walter habe ich kürzlich das gelesen:
Gerade der zweite Abschnitt passt sehr gut zum Thema: Auf andere hören vs. auf die eigene Stimme hören.
Je mehr ich mich zudröhnen lasse, desto weniger kann ich meine innere Stimme wahrnehmen. Da ich aber weiß, dass sie gut für mich ist, möchte ich ihr wieder mehr Raum geben.
Was ist deine Strategie?
Wie gehst du mit Medienkonsum um?
Wo kannst du wieder mehr kreieren als konsumieren?
Und was könnte das in deinem Leben verändern?
Herzliche Grüße,
Elke
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