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Lebendiger leben: Fange im Kleiderschrank an.

Luxus-Luft und Sprachbarrieren im KaDeWe 🛍️


Hallo Reader!

Warum brauchst du eigentlich Worte für deinen Stil? Und warum reicht es nicht, wenn die Verkäuferin im Laden nett ist?

Vor zwei Wochen war ich im Berliner KaDeWe. Ich wollte ein bisschen Luxus-Luft schnuppern und stöbern, was es Neues für den Frühling gibt. Es war wenig los. Für mich die perfekte Einladung, um mit ein paar Teilen in der Umkleidekabine zu verschwinden.

Eine sehr freundliche Verkäuferin unterstützte mich dabei, Hosen mit extra langen Beinen zu finden, und war sofort zur Stelle, wenn ich eine andere Größe brauchte. In so einem noblen Schuppen einzukaufen, hat durchaus seinen Reiz.

Doch in der Kabine wurde mir wieder einmal klar: Eine freundliche Verkäuferin ist nicht automatisch eine kompetente (Stil)Beraterin.

Ich habe mich aktuell in die „Barrel-Hose“ verliebt (diese bauchige Form) und suchte schon länger nach einem Modell, in dem ich mit meinen 1,82m nicht „herausgewachsen“ aussehe. Und tatsächlich: Ich habe eine gefunden!

Ich probierte verschiedene Jacken dazu aus. Vor dem Spiegel gefiel mir eine Kombination mit einer sehr festen Jacke besonders gut. Ich fragte die Verkäuferin: „Haben Sie eine Idee, wie ich dem Ganzen noch einen femininen Hauch geben könnte?“

Sie schaute mich etwas verständnislos an: „Wie meinen Sie das?“

Ich erklärte ihr, dass der Look an Arbeitskleidung erinnert. Jeans, feste Materialien, weit geschnitten. Ich suchte etwas, das diese Assoziation etwas aufbrechen könnte. Ich gab ihr sogar Stichworte wie „feineres Material“, „feminine Farbe“ oder „eng anliegend“. Sie brachte mir zwar ein paar Teile, aber wir redeten tendenziell aneinander vorbei.

Und genau das macht den Unterschied zur Stilberatung aus.

Wenn du mit jemandem shoppen gehst, mit dem du eine gemeinsame Sprache sprichst, wo man vorher die Persönlichkeit, Farben und Stilrichtung, Ziele ergründet hat, wird das Einkaufen zu einem ganz anderen Erlebnis.

Ich war bei meinem Shoppingtrip dennoch erfolgreich, weil ich meine eigenen Vokabeln im Kopf hatte. Ich wusste, was ich zuhause noch dazu ausprobieren konnte, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

Je genauer du beschreiben kannst, was du willst, desto gezielter kannst du auf die Suche gehen und mit vollem Selbstbewusstsein „Ja“ oder „Nein“ zu einem Teil sagen.

Hast du schon die Worte gefunden, die deinen Stil beschreiben? Oder suchst du noch nach der richtigen Übersetzung für das, was du im Spiegel sehen willst?

Herzliche Grüße,

Elke

Lebendiger leben: Fange im Kleiderschrank an.

Jeden Sonntag ein Impuls, der dich zurück zu dir bringt.

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